Organisten
Régis Allard
Bereits im Alter von 15 Jahren wird Régis Allard von Michel Chapuis während der Académie de l’Orgue Français in Saint-Maximin entdeckt. Er setzt seine Ausbildung bei André Isoir und Michel Chapuis fort, bei dem er mehrere Jahre privat sowie an der Schola Cantorum in Paris studiert. Parallel zu seiner musikalischen Ausbildung (Harmonielehre, Kontrapunkt, Orgel und Cembalo) absolviert er ein wissenschaftliches Studium an der Universität.
Sehr schnell widmet er sich ausschließlich der Interpretation Alter Musik und nimmt an zahlreichen Veranstaltungen zu historischen Instrumenten in Frankreich, Spanien, den Niederlanden und Norddeutschland teil. Seine Kenntnisse der Interpretation frz-klassischer Komponisten vertieft er bei dem Musikwissenschaftler Jean Saint-Arroman, das nord-europäische Repertoire studiert er in Deutschland bei Harald Vogel. Régis Allard ist Preisträger des Internationalen Wettbewerbs für frz. Musik in Toulouse. Im selben Jahr entsteht seine erste CD mit Werken von Heinrich Scheidemann, aufgenommen an der Arp-Schnitger-Orgel der Kirche von Stade. Seine Einspielung von Bachs Kunst der Fuge an der Bernard-Aubertin-Orgel der Pariser Kirche Saint-Louisen-l’Îsle wurde von der Kritik besonders gewürdigt. Darüber hinaus realisierte Régis Allard eine Tonaufnahme, die einen Gottesdienst in einem königlichen Nonnenkloster zu Beginn des 18. Jhs. auf der historischen Orgel von Bolbec (1688) rekonstruiert (5 Diapasons). Seit 2011 ist er Titularorganist der L.-A.-Clicquot-Orgel (1739) in Houdan, auf der er Werke von Jean François Dandrieu und Louis-Nicolas Clérambault eingespielt hat.