Organisten
Loïc Mallié
Geboren 1947 in La Baule, absolvierte Loïc Mallié parallel ein Jura- und Musikstudium an den Conservatoires von Rennes und anschließend am Pariser Conservatoire national supérieur (Klassen von Olivier Messiaen, Henriette Puig-Roget u. a.), wo er fünf Erste Preise in Harmonielehre, Kontrapunkt, Fuge, Orgel und Improvisation erhielt. Zudem gewann er mehrere internationale Erste Preise für Improvisation am Klavier und an der Orgel, darunter den Grand Prix d’Interprétation des Internationalen Orgelwettbewerbs von Chartres. Viele Jahre war er Co-Titularorganist der großen Cavaillé-Coll-Orgel von Saint-Pierre de Neuilly neben Jean-Claude Henry, später Titularorganist der großen Merklin-Kern-Orgel von Saint-Pothin in Lyon. 2011 wurde er gemeinsam mit Thomas Lacôte und Jean-François Hatton zum Titularorganisten an der Trinité in Paris ernannt. Er unterrichtete Tonsatz und Improvisation an den Conservatoires nationales supérieur von Paris und Lyon; seit 2001 ist er Professor für „Acompañamiento e Improvisación“ an der Musikhochschule von San Sebastián. Neben seiner umfangreichen Konzerttätigkeit in Europa, Amerika und Japan ist Loïc Mallié als Komponist von Werken für Orgel, Orchester und Kammermusik hervorgetreten. Zusammen mit Olivier Latry veröffentlichte er ein Werk über das Orgelschaffen Olivier Messiaens. 2020 trat Loïc Mallié auf eigenen Wunsch von seiner Stelle als Titulaire an der Trinité zurück, übergab diese an Thomas Lacôte und wurde emeritierter Organist, wodurch er dieses außergewöhnliche Instrument weiterhin regelmäßig spielen kann.