Organisten
Pierre Farago
Pierre Farago studierte am Conservatoire national supérieur de Paris, wo er fünf Erste Preise in den Fächern Orgel, Harmonielehre, Kontrapunkt, Orchestrierung und Komposition erhielt. Nachdem er seine Ausbildung mit dem Certificat d’aptitude als Orgelpädagoge abgeschlossen hatte, unterrichtet er seit 1994 als Nachfolger von André Isoir am Conservatoire national de région de Boulogne-Billancourt Orgel und Instrumentation. Als Finalist mehrerer internationaler Wettbewerbe und Preisträger des Prix-Edmund-Pendleton (Orgelinterpretation) konzertiert er regelmäßig in Frankreich und bei Festivals sowie bei Orgeleinweihungen in ganz Europa. Seine Aufnahmen wurden von der Kritik besonders hervorgehoben (u. a. CD mit Orgelwerken von Schumann und Brahms).
Neben seiner Tätigkeit als Organist und Pädagoge hat sich Farago als Komponist etabliert. Seine Werke werden von renommierten Ensembles und Orchestern sowohl in Europa als auch in Kanada und Japan aufgeführt (darunter das Orchestre Philharmonique de Radio France und das Orchestre Symphonique de Québec); er erhielt mehrere Kompositionsaufträge. 2016 erhielt er für seine Orgelkomposition Adusque Terrae Limitem den Preis der deutschen Schallplattenkritik.
Als Finalist des Concours International de Composition Reine Élisabeth de Belgique wurde er mit dem Prix Pierre Cardin, darauf mit dem Pierre-Cardin-Kompositionspreis sowie mit dem von der Académie des Beaux-Arts verliehenen Prix Georges Wildenstein ausgezeichnet, der ihm ein Stipendium der Casa de Velázquez in Madrid bescherte. Pierre Farago ist Titularorganist am Temple d’Auteuil in Paris und an der Kirche Notre-Dame in Moret. Darüber hinaus publiziert er zu Fragen des Autismus und ist als Sprachphilosoph und Epistemologe Mitglied des Círculo Internacional de Filosofía de la Naturaleza der Universidad Austral de Chile.