Organisten

Kurt Lueders

Der amerikanische Organist und Musikwissenschaftler Kurt Lueders studierte an der Yale University (B.A. 1972) und setzte seine musikalische Ausbildung in Paris fort (Orgelstudium bei Maurice Duruflé, Edouard Souberbielle und André Fleury, Chorleitung bei Stéphane Caillat). Nach vierzehnjähriger Tätigkeit als Sekretär der International Society of Organbuilders promovierte er 2002 an der Sorbonne mit einer Dissertation über das Leben und Werk von Alexandre Guilmant. Neben einer internationalen Konzert-, Vortrags- und Kurstätigkeit veröffentlichte Kurt Lueders zahlreiche wissenschaftliche Artikel und lieferte Beiträge zu bedeutenden Enzyklopädien, darunter The Revised New Groves Dictionary of Music, Musik in Geschichte und Gegenwart sowie das Dictionnaire de la Musique Française du XIXe Siècle. Seit 1978 ist er für die Redaktion der Zeitschrift La Flûte Harmonique der Association Aristide Cavaillé-Coll verantwortlich. Zu seinen zahlreichen Veröffentlichungen zählen die erste klangliche Dokumentation über Aristide Cavaillé-Coll (L'Orgue Cavaillé-Coll, Motette, 1986) sowie mehrere Neuausgaben von zu Unrecht vergessenen Komponisten des 19. Jhs. (Forberg, Butz). Darüber hinaus widmet Kurt Lueders sich in Konzerten und Einspielungen intensiv auch dem Spezialgebiet Harmonium (Saint-Saëns, Widor, Franck, Gounod, Guilmant, Rossini…). Er hat 25 Jahre am Conservatoire von Plaisir (Yvelines) unterrichtet und wirkt heute als Organist an der Cavaillé-Coll-Orgel der Église Protestante Unie du St-Esprit in Paris.