Organisten

Olivier Latry

Als einer der bedeutendsten Botschafter der Orgel weltweit anerkannt, ist Olivier Latry in den renommiertesten Konzertsälen aufgetreten, war Gast großer Orchester unter der Leitung berühmter Dirigenten, hat für die bedeutendsten Plattenlabels aufgenommen und eine beeindruckende Zahl neuer Werke uraufgeführt.
Bereits im Alter von nur 23 Jahren zum Titularorganisten der Großen Orgeln von Notre-Dame ernannt und seit 2012 Ehrenorganist des Orchestre National de Montréal, ist Olivier Latry vor allem ein brillanter und mutiger Musiker, der alle möglichen Facetten seines Instruments erkundet und über ein außergewöhnliches Talent zur Improvisation verfügt. Seine enge Verbundenheit mit dem frz. Orgelrepertoire ist Ursprung zahlreicher bedeutender Projekte: So nahm er im Jahr 2000 das Gesamtwerk für Orgel von Olivier Messiaen für die Deutsche Grammophon auf, das er ebenfalls konzertant in Paris, London und New York aufführte. Nach der Zusammenarbeit mit verschiedenen Labels (Ondine, Cyprès, Naïve, Warner Classics) begann er 2019 mit La Dolce Volta ein neues diskografisches Abenteuer mit einem Album Bach to the Future. Ebenfalls bei diesem Label veröffentlichte er ein Liszt-Album Inspirations in der Philharmonie de Paris (2021). Im selben Jahr erschien außerdem das Gesprächsbuch An der Orgel von Notre Dame (zisammen mit Stéphane Friédérich bei Salvator), 2024 die Reisetagebücher (dt. Ausgabe dieser Werke beim Butz-Verlag).
Als ehemaliger Schüler von Gaston Litaize trat er dessen Nachfolge am Conservatoire de Saint-Maur an, bevor er zum Professor am Conservatoire national supérieur de Paris ernannt wurde. Olivier Latry erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter 2000 den Preis der Fondation Cino et Simone Del Duca(Institut de France–Académie des Beaux-Arts). Unter anderem ist er seit 2010 Ehrendoktor der McGill University in Montréal. 2019–2026 ist er William T. Kemper-Artist in Residence an der University of Kansas in Lawrence, USA.