Organisten
Michel Jurine
1997 gründete der Orgelbauer Michel Jurine seine eigene Werkstatt in Francheville (westlich von Lyon). Das Unternehmen wuchs rasch und verlegte seinen Sitz im Jahr 2000 nach Rontalon (Region Monts du Lyonnais). Restaurierung bedeutender Instrumente und Neubau von Orgeln bilden die beiden Hauptarbeitsfelder: die Restaurierung von rund 50 Orgeln (Frankreich, Belgien, Schweiz, Spanien), überwiegend aus dem 19. Jhs. von Cavaillé-Coll und Merklin, sowie der Bau von 13 neuen Orgeln (darunter 4 für Südkorea – Seoul, Daegu, Mokpo, Andong –, eine für die Musikhochschule Stuttgart sowie eine weitere im Bau für Südkorea). 2024 übergab Michel Jurine das Unternehmen an seine drei wichtigsten Mitarbeiter Nicolas Clément, Adrien Parret und Mathieu Delmas.
Michel Jurine studierte zudem Orgel bei Louis Robilliard (Goldmedaille mit einstimmiger Auszeichnung am Conservatoire régional de Lyon) sowie Barockmusik bei Pierre Perdigon. Er verfasste eine Dissertation über den Orgelbauer Joseph Merklin und den französischen Orgelbau des 19. Jhs. (Klincksieck) sowie eine technische Studie über Barker-Pneumatikmaschinen (ISO Yearbook 1994/1995) und leitete Workshops zur Intonation des frz. Basson-Hautbois-Registers. 2024 wurde er zum Chevalier des Arts et des Lettres ernannt; das frz. Kulturministerium würdigte damit seinen Beitrag zur internationalen Verbreitung der frz. Orgelkultur.