Orgeln

Paris, St-Ferdinand-des-Ternes & Ste-Thérèse-de-l’Enfant-Jésus (Pascal Quoirin 1995 III/34)

1842–1845 wurde eine erste Kirche zum Gedenken an Ferdinand-Philippe d’Orléans, den ältesten Sohn König Louis-Philippes, errichtet, der 1842 im Alter von 32 Jahren bei einem Verkehrsunfall in der Nähe ums Leben kam. Mit der Eingemeindung des Stadtteiles „Les Ternes“ wurde die Kirche 1860 Teil von Paris. Da der Bau bald zu klein geworden war, entstand 1938–57 an seiner Stelle die heutige Kirche im romanisch-byzantinischen Stil. Ihr weitläufiges Hauptschiff wird von drei Kuppeln überspannt, die mit zahlreichen Gemälden geschmückt sind. Großer Chorraum, halbrunde Apsis mit dem Eucharistie-Gemälde von Pierre Dionisi (1904–76); Chorraum und Ausstattung 1990 von Madeleine Diener neugestaltet. Fassade mit drei großen Skulpturen, markanter Glockenturm. 2011–2015 umfassende Restaurierung.

Pascal Quoirin 1995 III/34

Mechanische Spiel- und Registertraktur

1853Cavaillé-Coll, Bau
1897–1898Cavaillé-Coll, Umzug, Chororgel
1950er JahreUmzug: Verlegung
1963Beuchet-Debierre, Restaurierung und Umbau
1994–1995Pascal Quoirin, Neubau

1853 Cavaillé-Coll-Orgel (III/25, Opus 60, mechanische Traktur). Nach der Versetzung in die neue Kirche wurde sie 1963 von Beuchet-Debierre elektrifiziert und im neoklassischen Stil umgebaut. Dabei blieben zahlreiche Register Cavaillé-Colls erhalten; Teile des ursprünglichen Prospekts fanden später Verwendung in der Kirche Saint-Jean-Baptiste in Montaigu (Vendée).
1897–98 wurde außerdem eine Chororgel von Cavaillé-Coll (II/14, Opus 665), die ehemalige Orgel der Concerts Lamoureux, aufgestellt. Nach dem Abriss der alten Kirche wurde sie in das Mémorial 14–18 der Basilika Notre-Dame-de-Lorette bei Douai (Ablain-Saint-Nazaire) versetzt.
1995 errichtete Pascal Quoirin auf einer neuen Empore eine neue Orgel im Stil der frz. Klassik (III/34, mechanische Traktur), die aufgrund ihrer Konzeption ein sehr breites Repertoire abdeckt. Das Instrument mit seinem zeitgenössisch gestalteten, italienisch inspirierten Gehäuse wurde 1995 von Thierry Escaich und dem Titularorganisten Jean-François Hatton eingeweiht; Stimmton 442 Hz.
Titularorganisten: Jean-François Hatton, Vincent Coupet
Vorgänger: u.a. Georges Jacob

I. Positif de dos C-g3 (56 Tasten)
Bourdon . . . . . . . . . . . . . . 8′
Salicional . . . . . . . . . . . . . 8′  [C bis H aus Bourdon 8′]
Montre . . . . . . . . . . . . . . . 4′
Flûte allemande . . . . . . . 4′
Nazard . . . . . . . . . . . . 2 2/3′
Doublette . . . . . . . . . . . . 2′
Tierce . . . . . . . . . . . . . 1 3/5′
Larigot . . . . . . . . . . . . 1 1/3′
Plein-Jeu IV
Cromorne . . . . . . . . . . . . 8′

II. Grand-Orgue C-g3 (56 Tasten)
Montre . . . . . . . . . . . . . . 16′  [offen, im Prospekt ab A]
Montre . . . . . . . . . . . . . . . 8′
Bourdon . . . . . . . . . . . . . . 8′
Flûte . . . . . . . . . . . . . . . . . 8′  [überblasend ab f1]
Prestant . . . . . . . . . . . . . . 4′
Doublette . . . . . . . . . . . . 2′
Cornet V (D)
Fourniture IV . . . . . . . 2 2/3′
Cymbale III
Trompette . . . . . . . . . . . . 8′
Clairon . . . . . . . . . . . . . . . 4′

III. Récit C–g3 (56 Tasten)
Bourdon . . . . . . . . . . . . . . 8′
Flûte . . . . . . . . . . . . . . . . . 4′
Nazard . . . . . . . . . . . . 2 2/3′
Flûte . . . . . . . . . . . . . . . . . 2′
Tierce . . . . . . . . . . . . . 1 3/5′
Flageolet . . . . . . . . . . . . . 1′
Basson-Hautbois . . . . . .  8′
Voix humaine . . . . . . . . . 8′

Pédale C–g1 (32 Tasten)
Bourdon . . . . . . . . . . . . . 16′
Flûte . . . . . . . . . . . . . . . . . 8′
Prestant . . . . . . . . . . . . . . 4′
Basson . . . . . . . . . . . . . . 16′
Trompette . . . . . . . . . . . . 8′

Acc Pos/GO, Réc/GO, Réc/Pos, Tirasses GO + Pos + Réc, Tremblant Pos und Réc