Charenton-le-Pont, Chapelle de Conflans

Cavaillé-Coll 1891 II/20

Mechanische Traktur

1866Aristide Cavaillé-Coll, Orgelbau
1911Charles Mutin, Verlegung und Umbau
2008Yves Fossaert, Restaurierung

Die Orgel wurde 1866 von Cavaillé-Coll für das Petit Séminaire in Paris gebaut. Sie wurde 1911 nach Charenton-le-Pont verlegt, wahrscheinlich von Charles Mutin, der bei dieser Gelegenheit dem Récit ein „Cor de Nuit“ hinzufügte, das Pedal von 20 auf 30 Tasten erweiterte und schließlich eine Kopplung zwischen Récit und Grand-Orgue in den tiefen Oktaven einrichtete.
Der Zustand der Orgel verschlechterte sich immer mehr, sodass sie schließlich 2008 von der Orgelmanufaktur Yves Fossaert in Mondreville restauriert wurde. Man kam zu dem Schluss, dass dieses instrumentale Kulturgut eine Restaurierung verdiente, die der ursprünglichen Bauweise größtmöglichen Respekt zollt, ohne jedoch bestimmte nachträgliche Ergänzungen zu vernachlässigen. Da die Restaurierung vorbildlich ausgeführt wurde, verfälschte sie das Erbe von 1866 nicht und beeinträchtigt die ursprüngliche Geschlossenheit des Instruments in keiner Weise. Im Gegenteil, sie ermöglicht eine Erweiterung des musikalischen Repertoires. Mit Ausnahme des Gehäuses und des Balgs wurde das Instrument sorgfältig vollständig zerlegt und anschließend für die elf Monate dauernde Restaurierung in die Werkstatt gebracht.
Titularorganist: Xavier Mital
Vorgänger: Jean Guilcher

I. Grand-Orgue C–f3 (54 Tasten)
Bourdon ....................... 16′
Montre .......................... 8′
Flûte harmonique ......... 8′
Prestant ......................... 4′

II. Récit expressif C–f3 (54 Tasten)
Cor de nuit ...................... 8′
Viole de gambe ............... 8′
Voix céleste .................... 8′
Flûte octaviante .............. 4′
Plein-Jeu III
Trompette ........................ 8′
Basson-Hautbois ............. 8′

Pédale C–f1 (30 Tasten)
Soubasse . . . . . . . . . . . . 16′  [von GO Bourdon 16′]

Acc. Réc/GO, Acc. Réc/GO 16, Schwelltritt Réc, Tirasse GO, Tirasse Réc, Trémolo